(Content-Warnung: Suizid, Mord, Tod, Verletzungen)
Seit über 30 Jahren werden im Abschiebegefängnis in Büren (NRW) Menschen eingesperrt, nur um sie anschließend abschieben zu können. Nach oft überfallartigen Festnahmen sind die Inhaftieren der Willkür und auch der Gewalt des Personals ausgeliefert.
Die Haftbedingungen, die Architektur des Orts (u.a. NATO-Stacheldraht) und die fehlende psychosoziale Versorgung führen immer wieder zu teils schwerwiegenden Verletzungen der eingesperrten Menschen.
Die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter berichtete mehrfach über gravierende Missstände und menschenunwürdige Behandlung der Gefangenen in Büren.
Und immer wieder ist Abschiebehaft tödlich.
Auch der Verein Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V. dokumentiert seit Jahren Vorwürfe schwerer Menschen-rechtsverletzungen in der Abschiebehaft Büren.
So auch den Fall des am 14.09.2023 im Abschiebegefängnis in Büren zu Tode gekommenen Menschen. Die Umstände sind bis heute nicht aufgeklärt. Aufklärungs-versuche von Journalist*innen scheitern an der fehlenden Auskunftserteilung u.a. der Behörden in Detmold.
Blackbox Abschiebehaft
Wie viele Menschen genau im Abschiebe-gefängnis Büren bisher verstarben ist nicht bekannt.
Dem Verein Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V. sind mindestens fünf Todesfälle bekannt, eine offizielle Statistik gibt es nicht. Zudem wird keine Statistik darüber geführt, wie viele Menschen Suizidversuche und Selbst-verletzungen unternommen haben“ (HfMiAB e.V. 2024).
Anfragen des Vereins dazu beantwortete die Bezirksregierung bisher nicht.
Wir gedenken der Menschen, die durch die Institution Abschiebehaft getötet wurden.
Wir fordern Aufklärung und Gerechtigkeit.
Wir kämpfen für eine Welt ohne rassistische und tödliche Grenzregime – gegen Abschiebehaft und Abschiebungen generell.
Mehr Infos:
Bundesfachverband zur Unterstützung von Menschen in Abschiebehaft (BUMAH)