Aufruf zur Kundgebung am 15.7.2026

Abschiebegefängnis: Rechtlich machbar? Menschenrechtlich nicht!

Die Machbarkeitsstudie ist da, die den Neubau eines Abschiebegefängnisses auf dem früheren JHQ-Gelände untersucht.

Die Studie bescheinigt den Plänen rechtliche Machbarkeit, ohne die Menschenrechte und -würde der dort eingesperrten „Ausreisepflichtigen“ überhaupt zu erwähnen. Dabei ist aus bestehenden Abschiebegefängnissen bekannt, dass die Betroffenen dort physische und psychische Gewalt erleben und systematisch ihrer Rechte beraubt werden. Zusätzlich wären sie auf dem JHQ in direkter Nähe zu einem Schießübungsplatz, Drohnenübungsgelände von Zoll bzw. Landespolizei, Militärübungsgelände und Einrichtungen der Bundeswehr inhaftiert.

Wir sagen: NICHT MIT UNS!

Am 15.07. um 14 Uhr versammeln wir uns vor der Textilakademie Mönchengladbach, Rheydter Straße 329 und zeigen die Ausstellung „Break the isolation“, die die Geschichten von Menschen in Abschiebehaft erzählt.

Wir richten uns damit an den Stadtrat, der um 15 Uhr dort tagt. Damit der Bau planungsrechtlich möglich wird, muss der Rat ein bestehendes Landschaftsschutzgebiet aufheben, welches einst zum Schutz des anliegenden FFH-Gebiets ausgewiesen wurde.

Liebe Ratsmitglieder, das ist eure Chance zu sagen: NICHT MIT UNS!

Für uns ist klar: Es ist davon auszugehen, dass so gut wie alle Geflüchteten schwerwiegende Gründe haben, weshalb sie ihre Gemeinschaften und Familien zurück lassen. Neben Kriegen, Terror und Gewalt in den Herkunftsländern zwingen gerade die Folgen vom Ressourcenverbrauch und der klima-destabilisierenden Produktions- und Lebensweise im industrialisierten Teil der Welt immer mehr Menschen zur Aufgabe ihrer bisherigen Existenzen.

Geflüchtete werden mehr und mehr entmenschlicht und als vermeintliche Verursacher gesellschaftlicher Probleme und Mängel instrumentalisiert. Dies manifestiert sich in Abschiebegefängnissen genauso wie in den neuen Verschärfungen des europäischen Asylsystems.

Darum NICHT MIT UNS!

Wo Geflüchtete leben, probt die Bundeswehr Krieg

Seit Freitag, 13.3.2026, wird auf dem JHQ-Gelände geschossen.

Dort führt die Bundeswehr eine einwöchige Übung durch.

Neben Schüssen (mit Platzpatronen) werden eine Woche lang auch andere Manöver sowie der Einsatz von Drohnen geprobt. Es sollen bis zu 80 Soldaten, 25 Fahrzeuge und 8 Drohnen bei der Übung eingebunden sein. „Als Beispiel nennt die Bundeswehr dafür simulierten Gefechtslärm und Fahrzeuggeräusche.“ berichtet etwa die Rheinische Post.

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25. März 2026 – Filmvorführung HOTEL EUROPA

Bei der Filmvorführung „Hotel Europa“ werden wir mit einem Infotisch vor Ort sein. Die Filmvorführung findet im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus statt.

1993 bis 2005 gab es in Moers ein Abschiebegefängnis. Was aus den abgeschobenen Menschen wurde weiß niemand. In einer perfor­ma­tiven Instal­la­tion von Stimmen, Körpern, Bildern, Klängen und Geschichten hat der Intendant des Schloss­thea­ters Moers, Ulrich Greb, im Moerser Hafthaus einen Erin­ne­rungs- und Begeg­nungs­raum insz­e­niert, in dem die Grenzen Europas im doppelten Sinne in Frage stehen. Dieses unge­wöhn­liche Thea­ter­pro­jekt wurde von dem Film­re­gis­seur Ruzbeh Sadeghi der, im Iran geboren, selbst die Erfahrung von Flucht und Verfol­gung machen musste, verfilmt. Der Film entwi­ckelt sowohl einen doku­men­ta­ri­schen als auch einen essay­is­ti­schen Zugang zum Material der Insz­e­nie­rung.

Mehr Infos hier

25.3. // 19 Uhr // BIS – Zentrum für offene Kulturarbeit

Eintritt frei – um Spenden wird gebeten

Düstere autoritäre Dystopie: Bund und Land für Co-Nutzung des JHQ-Geländes in Mönchengladbach

Presseinformation des Bündnisses vom 13.11.2025

Im Oktober hatte das Bundesverteidigungsministerium Interesse angemeldet, u.a. für das JHQ-Gelände in Mönchengladbach zu prüfen, ob dies wieder militärisch genutzt werden soll. Dort plant die schwarz-grüne NRW-Landesregierung ein Abschiebegefängnis. Ein Verkaufsstopp für das Gelände wurde verhängt. Gestern betonte NRW-Fluchtministerin Josefine Paul (Grüne) im „Integrationsausschuss“ des Landtags, dass dies dem Abschiebegefängnis nicht im Wege stehe. 

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Integrationsausschuss besucht Abschiebegefängnis Büren.

Bündnis protestiert mit Kundgebung am Abschiebegefängnis Büren heute um 13.30 Uhr: Desintegration durch Freiheitsentzug in NRW stoppen!


Düsseldorf/ Mönchengladbach/ Büren, 23. September 2025

Der Integrationsausschuss des NRW-Landtages hat angekündigt, am heutigen Dienstag, 23. September 2025, das Abschiebegefängnis Büren besuchen zu wollen. Es ist das bundesweit größte seiner Art mit 175 Plätzen. Auf dem Programm stehen laut Tagesordnung auch Gespräche mit inhaftierten Personen.


Jennifer Springer, Sprecherin für das Bündnis „Abschiebegefängnis verhindern, in Düsseldorf, Mönchengladbach und überall“ fragt sich:
„Welche Position hat ein Ausschuss, der das Wort“Integration“ im Titel stehen hat, zum machtvollsten Desintegrationsmechanismus, den es in Deutschland gibt? Jährlich werden tausende Menschen in NRW diesem Mechanismus unterworfen, in Abschiebehaft gesteckt und im Anschluss abgeschoben.“

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