Stadt, Land und Bund halten konkrete Pläne für 300 Millionen Euro teures Abschiebegefängnis auf altem Militärgelände geheim

Bundesweiter Aktionstag gegen Abschiebehaft wird auch in Mönchengladbach begangen.

Presseinformation vom 28.8.2025

Jedes Jahr wird am 30. August der Toten in Abschiebehaft gedacht. Ein bundesweiter Aktionstag bringt das Thema Abschiebehaft in die Öffentlichkeit. Immer wieder kommt es zu Todesfällen in Abschiebegefängnissen. Neben Aktionen in Büren, Darmstadt, Hannover, Ingelheim und Volkstedt wird
in diesem Jahr am 30. August 2025 auch in Mönchengladbach über das Thema Abschiebehaft informiert. Das überregionale Bündnis „Abschiebegefängnis verhindern – in Düsseldorf, Mönchengladbach und überall“ organisiert eine Infoaktion im Stadtteil Rheydt.


Seit die Landesregierung von CDU und Grünen im Januar 2025 verkündet hat, ein neues Abschiebegefängnis auf dem alten Militärgelände JHQ in Mönchengladbach direkt neben einer Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete bauen zu wollen, organisiert das seit 2022 bestehende Bündnis regelmäßig Treffen in der Stadt und informiert zu dem Thema. Die handelnden Stellen von Stadt, Land und Bund wollen ihre Planungen jedoch im Geheimen fortführen.

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Gleiches Recht für Alle: Bewegungsfreiheit & Selbstbestimmung


Aufruf zur Demo am Samstag, den 14. 6. um 12 Uhr. Start am Graf-Adolf-Platz in Düsseldorf.

(english below / français ci-dessous / النص العربي أدناه)

Demonstration für eine andere Grenz- und Asylpolitik

Innenminister Alexander Dobrindt hat das Recht auf Asyl faktisch aufgehoben. Damit hat er sich auch über die Rechtsprechung hinweggesetzt. Wir fordern gleiches Recht für alle. Alle Menschen müssen sich frei bewegen dürfen und selbst bestimmen dürfen, wo sie sich aufhalten wollen!

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Pressespiegel

2025

29.12.2025 – taz: Geplantes Abschiebegefängnis in NRW. Ein falsches Signal, sagt der Priester

17.12.2025 – Rheinische Post: „Menschenrechte statt Abschiebeknäste“ – Kundgebung kritisiert Pläne für Mönchengladbach

17.12.2025 – RTL West: Demo gegen Knast

17.12.2025 – Extra-Tipp am Sonntag: Kundgebung gegen Abschiebegefängnis auf dem JHQ-Gelände„Wir wollen laut sein!“

17.12.2025 – Radio 90,1: Gut 100 Menschen bei Demo gegen Abschiebegefängnis

12.11.2025 – WDR: Kommt das zweite Abschiebegefängnis für NRW oder nicht?

11.11.2025 – Antenne NRW: NRW hält an zweitem Abschiebegefängnis fest

11.11.2025 – nd: Abschiebegefängnis in Mönchengladbach könnte doch kommen

05.11.2025 – WDR: Bau des Abschiebegefängnisses in Mönchengladbach doch wieder möglich

02.11.2025 – nd: NRW: Pläne für Abschiebegefängnis auf Militärgelände gestoppt

28.10.2025 – Radio 90,1 Mönchengladbach: Info-Abend zum geplanten Abschiebegefängnis

27.10.2025 – taz: Abschiebegefängnis in Deutschland. Die Zivilgesellschaft protestiert

27.10.2025 – Rheinische Post: Bündnis informiert in Kirche zum geplanten Abschiebegefängnis

24.10.2025 – WAZ:  Abschiebehaft unter Druck: Personal und Gefangene in Büren am Limit

12.10.2025 – nd: Widerstand gegen Abschiebeknast: Bürger und Opposition versuchen, von Landesregierung geplante Haftanstalt zu verhindern.

14.06.2025 – D’dorf aktuell: Düsseldorf: Über 100 Menschen demonstrieren für eine humane Asyl- und Grenzpolitik.

14.06.2025 – Antenne Düsseldorf – Demo in Düsseldorf gegen harte Asylpolitik

12.06.2025 – Rheinische Post: Demo für „humane Asyl- und Grenzpolitik“ zieht durch Düsseldorf

05.03.2025 – Rheinische Post: Ehemaliges Militär-Areal in Mönchengladbach. Verein kritisiert geplantes Abschiebegefängnis im JHQ

3/2025 – terz: Von Abschiebeknast bis Zustrombegrenzungsgesetz (S.8)

2/2025 – terz: Zweiter NRW-Abschiebeknast kommt nach Mönchengladbach

05.02.2025 – WDR 5 Morgenecho: SPD zu zweitem Abschiebegefängnis für NRW

27.01.2025 – junge Welt: NRW Landesregierung plant neuen Abschiebeknast. Ein Gespräch mit Frank Gockel

2024

18.12.2024 – Report-K: Kritik an Planungen für zweites Abschiebegefängnis NRW in Düsseldorf

12/2024 – Flüchtlingsrat NRW: Landesregierung plant Bau eines zweiten Abschiebungsgefängnisses (S. 10)

10/2024 – terz: Gruseliger Aktionismus. Das Attentat von Solingen und die Reaktionen der Politik

06/2024 – terz: Unrühmliche Story ohne Happy End: Abschiebung und Abschiebeknast in Düsseldorf

20.5.2024 – nd: Abschiebeknast: Bündnis veröffentlicht Planungsdaten.

7.5.2024 – Rheinische Post: Land plante Abschiebegefängnis neben Polizei-Schießstand

2023

11/2023 – terz: „Abschotten, Abschrecken, Abschieben ist keine Migrationspolitik“*

17.7.2023 – nd: Bündnis stellt sich gegen Abschiebegefängnis in Düsseldorf

03.2023 – terz: Nix Neues zum Abschiebegefängnis Düsseldorf??!!

2022

29.8.2022 – LOTTA magazin: „Abschiebehaft soll eine Blackbox bleiben“

28.6.2022 – Rheinische Post: Protest gegen geplantes Abschiebegefängnis

28.6.2022 – NRZ: Düsseldorfer Bündnis will Abschiebegefängnisse verhindern

16.4. 2022 – ddorf aktuell: Bündnis kritisiert Pläne für ein Abschiebegefängnis in Düsseldorf

Informationsverweigerung statt Transparenz – MKJFGFI hält nach IFG-Anfrage erneut Informationen vor

Obwohl das bereits bestehende – und bundesweit größte – Abschiebegefängnis in Büren zu keinem Zeitpunkt ausgelastet war, hält die Landesregierung an ihrem Plan fest, ein weiteres Abschiebegefängnis auf dem ehemaligen JHQ-Militärgelände in Mönchengladbach zu bauen. Für 300 Millionen Euro (!)[1], welche in den Bereichen Soziales und Bildung fehlen[2] und dort deutlich besser investiert wären.

Gespannt warteten wir auf die Akten, die uns das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKJFGFI) im Rahmen einer erneuten Informationsanfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz zur Verfügung zu stellen verpflichtet ist. Seit Januar 2025 verklagen wird das Ministerium erneut, weil Informationen bisher vorenthalten worden sind.

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Großes Abschiebegefängnis in Mönchengladbach statt Düsseldorf

Nachdem Ende letzten Jahres klar wurde, dass die Landesregierung für einen zweiten Abschiebeknast in NRW 300 Millionen Euro ausgeben will, hat sie am Freitag, den 17.1.25 bekannt gegeben, dass dieser nun auf dem ehemaligen NATO-Hauptquartier (JHQ) in Mönchengladbach-Rheindahlen gebaut werden soll – nicht mehr in Düsseldorf.

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Wofür dann doch Geld da ist: Schwarz-Grüne Landesregierung plant 300 Mio. Euro für ein neues Abschiebegefängnis ein

Nach dem mutmaßlichen Anschlag in Solingen im August 2024 hat der Ausbau der Abschiebehaft in NRW erneut Einzug in die landespolitischen Debatten gehalten. Mit dem heute zur Verabschiedung in den Landtag eingebrachten Landeshaushalt 2025 will die schwarz-grüne Landesregierung nun auch finanzpolitische Fakten schaffen. In der Ergänzungsvorlage der Landesregierung zum Haushaltsentwurf für 2025 ist der Posten „Planung einer weiteren Abschiebehaftanstalt“ mit sagenhaften 300 Millionen Euro1 veranschlagt. Dieser gigantische Betrag wird als Verpflichtungsermächtigung deklariert. Das bedeutet, dass die Exekutivorgane befugt sind, im Rahmen eines Haushaltsplans finanzielle Verpflichtungen über das Haushaltsjahr hinaus einzugehen. Die genannte Summe betrifft also die folgenden Jahre insgesamt.

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NRW bleib sozial!

Wir schließen uns dem Aufruf der Wohlfahrtsverbände zur Kundgebung „NRW bleib sozial!“ am 13. November 2024 an.

Im September 2024 hat die Landesregierung viele Maßnahmen beschlossen, mit denen sie ihre migrations- und damit menschenfeindliche Politik weiter untermauert. Dazu gehört auch die Entscheidung, nun doch ein weiteres Abschiebegefängnis in NRW bauen zu wollen. Dies ist eine 180-Grad-Kehrtwende, nachdem im Haushaltsplanentwurf für 2025 erst wenige Tage zuvor die Gelder für dieses Vorhaben gestrichen worden waren, weil die Landesregierung es nicht weiterverfolgen wollen. In der Vergangenheit waren dafür bereits Gelder in Höhe von über 5 Millionen Euro im Haushaltsplan reserviert. Abschiebehaft ist eine besonders perfide Entrechtung von Menschen, nur zum Zwecke der Vorbereitung von Abschiebungen. Nordrhein-Westfalen hat bereits das größte Abschiebegefängnis Deutschlands in Büren.

Auf der anderen Seite will die Landesregierung nun 2025 soziale Dienste und Angebote um über 80 Millionen Euro kürzen. Damit stünden haufenweise Hilfs- und Beratungsangebote, etwa für Familien und Kinder, kranke und alte Menschen sowie für Migrant*innen und Geflüchtete vor dem Aus.

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Unabhängige Asylverfahrensberatung sichern!

Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Nordrhein-Westfalen und zahlreichen Organisationen und Verbänden fordern wir von der Landesregierung NRW, die Zerschlagung des Förderprogramms „Soziale Beratung von Geflüchteten“ zu verhindern. Unabhängige Beratung für Asylantragsstellende ist unabdingbar für eine funktionierende Aufnahmestruktur des Landes NRW. NRW braucht Rechtstaatlichkeit und Menschenrechte – gerade jetzt!

Download: Positionspapier (PDF, 500 kB), Hintergrundinformationen (PDF, 300kB)

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Presseinformation: Gegen einen Ausbau von Abschiebegefängnissen in NRW. Stopp des populistischen Überbietungswettbewerbs bei der Abschiebehaft!

Sofort nach dem tödlichen Anschlag in Solingen am 23. August 2024 nimmt auch die rassistische und menschenfeindliche Debatte um Abschiebungen und Abschiebehaft unter Politiker*innen in Nordrhein-Westfalen an Fahrt auf. Unter anderem wird erneut der Bau eines weiteren Abschiebegefängnisses vorgeschlagen – obwohl NRW mit Büren über den größten Abschiebeknast Deutschlands verfügt.

Büren ist deutschlandweit bekannt für seine unmenschlichen Haftbedingungen. Abschiebehaft darf außerdem nicht als Strafe dienen, diese Form der Inhaftierung von Menschen ist abzulehnen.

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Schießplatz, Kläranlage oder Lärmschutzzone: potentielle Standorte fürAbschiebegefängnis in Düsseldorf aufgedeckt

Herunterladen: Pressemitteilung (PDF, 150 KB), Anhang (PDF, 4 MB)

Erfolgreiche IFG-Klage: wir veröffentlichen Dokumente zu mittlerweile ad acta gelegten Planungen für ein weiteres Abschiebegefängnis in Nordrhein-Westfalen

Im Dezember 2023 entschied die Landesregierung, die Pläne für den Bau eines weiteren Abschiebegefängnisses in Nordrhein-Westfalen aktuell nicht weiterzuverfolgen. Die dafür bisher vorgesehenen Mittel sollen aus dem Landeshaushalt gestrichen werden. Trotz dieses Umstandes mangelt es weiter an Transparenz. Das Bündnis „Abschiebegefängnis verhindern – in Düsseldorf und überall“ veröffentlicht daher nun auf der Transparenzplattform Frag den Staat neue Dokumente, die die intensiven Planungen der Landesregierung in den vergangenen Jahren für dieses Vorhaben offen legen. Die Dokumente wurden im Rahmen einer Klage nach dem Informationsfreiheitsgesetz freigegeben, die der Düsseldorfer Anwalt Marcel Keienborg seit Oktober 2022 für das Bündnis führt. Gleichzeitig appelliert das Bündnis an alle fluchtpolitisch Engagierten, wachsam zu bleiben, da die politische Debatte über eine Ausweitung von Abschiebehaft und Abschiebungen keinesfalls ein Ende gefunden hat.

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