Veranstaltung: „Hinterm Flughafen, das Meer…“ – wie die EU-Außengrenze nach Düsseldorf kommt – am 18.11.2026 um 19 Uhr im Linken Zentrum Düsseldorf

Ob EU-Außengrenzverfahren am Düsseldorfer Flughafen, die Planung des Abschiebegefängnisses in Mönchengladbach oder weitere Ungeheuerlichkeiten, die durch GEAS (GemeinsamesEuropäischesAsylSystem) entstehen: das Bündnis ‚Abschiebegefängnis verhindern‘ bringt Interessierte auf den neuesten Stand.

Wir wollen gemeinsam überlegen, was wir der menschenverachtenden ‚Abschieben-um-jeden-Preis‘-Politik vom Land NRW, Bund und EU – direkt vor unserer Haustür – entgegensetzen.

Mit dem Inkrafttreten der GEAS Reform soll am Düsseldorfer Flughafen eine weitere Hafteinrichtung entstehen. Menschen sollen dort als „Nicht-Eingereiste“ festgehalten werden können. Rein rechtlich wird der Flughafen dafür zur Europäischen Außengrenze. Die Festung Europa zieht nicht erst seit GEAS ihre Mauern in NRW hoch, auch in Mönchengladbach möchte das Land ein weiteres Abschiebegefängnis bauen.

Bei Abschiebehaft und während der Grenzverfahren werden Menschen nur aufgrund ihrer Papiere eingesperrt. In der neuen Einrichtung am Flughafen kann dies auch erstmals Kinder betreffen.

Gemeinsam mit Migrationsrechtler Marcel Keienborg schauen wir nicht nur auf die Hintergründe, sondern auch auf die konkreten Planungen über Mönchengladbach nach Ratingen und Düsseldorf.

Hinterm Flughafen, das Meer.

Wo bleiben die Menschenrechte?

____________________

Am Mittwoch 18.11.2026 ab 19.00 Uhr

Linkes Zentrum Hinterhof
Corneliusstraße 108
40215 Düsseldorf

24.10.2026: Bundesweiter Protest gegen Abschiebungen

Abschiebegefängnis soll 313 Millionen Euro kosten

Laut einem Bericht in der RP sind für den Bau des Abschiebegefängnisses 313 Millionen Euro eingeplant. Gleichzeitig wird an allen Ecken und Enden gespart und Sozialleistungen massiv und existenzbedrohend gekürzt.

170 Menschen bei Kundgebung „Abschiebegefängnis stoppen“

Gemeinsam mit dem Flüchtlingsrat Mönchengladbach, der Gladbacher Citykirche, dem SKM Mönchengladbach und dem Bündnis für Menschenwürde und Arbeit hat das Bündnis „Abschiebegefängnis verhindern – in Mönchengladbach und überall“ am vergangenen Mittwochnachmittag, dem 14.10., zur Kundgebung auf dem Rheydter Marktplatz aufgerufen.

Unter dem Motto „Mönchengladbach bleibt sicherer Hafen – Abschiebegefängnis stoppen“ demonstrierten 170 Menschen vor dem Eingang zur Stadtratssitzung. Sie forderten den Stadtrat auf, sich gegen das von der Landesregierung geplante Abschiebegefängnis auf dem JHQ-Gelände in Mönchengladbach Rheindahlen zu positionieren.

Es gab Redebeiträge, unter anderem von Semiha von SOFRA – Queer Migrants e.V.: „Ich träume regelmäßig davon, abgeschoben zu werden. Diese Angst hört nicht auf, wenn ich aufwache. Wir sprechen ständig von Integration, aber wie sollen Menschen sich eine Zukunft aufbauen, wenn sie nicht arbeiten dürfen und ständig Angst vor Abschiebung haben? Ich möchte endlich davon träumen dürfen, wie meine Zukunft aussehen könnte, statt von meiner Abschiebung.“

„170 Menschen bei Kundgebung „Abschiebegefängnis stoppen““ weiterlesen

Aufruf zur Kundgebung am 14.10.2026 um 14 Uhr

Mönchengladbach bleibt sicherer Hafen! Abschiebegefängnis stoppen!

Mönchengladbach hat im Dezember 2020 ein Versprechen gegeben und sich zum Sicheren Hafen erklärt – auch per Ratsentscheid! ⚓️

Doch dieses Versprechen steht akut auf dem Spiel. 

Das Land NRW will auf dem ehemaligen JHQ-Gelände eine Abschiebehaftanstalt mit 140 Haftplätzen errichten. Hier sollen Menschen eingesperrt werden, die kein Verbrechen begangen haben – allein deshalb, weil sie nicht die richtigen Papiere besitzen.

„Aufruf zur Kundgebung am 14.10.2026 um 14 Uhr“ weiterlesen

Offenes Treffen gegen das Abschiebegefängnis am 13.10.2026

Du willst aktiv werden gegen das geplante Abschiebegefängnis in Mönchengladbach? Dann komm gerne dazu! Am Dienstag, den 13.10.2026 um 18 Uhr, laden wir herzlich zu unserem offenen Treffen im SKM Rheydt, Waisenhausstraße 22, 41236 Mönchengladbach ein.

Wir freuen uns, viele Menschen dort (wieder)zusehen. 

Es braucht uns alle, um dieses Abschiebegefängnis zu verhindern!

Gedenken an die Toten in Abschiebehaft

Jedes Jahr, am 30. August, ist der Gedenktag für die Menschen, die in den letzten Jahren in Abschiebehaft gestorben sind.

Wir organisieren in diesem Zusammenhang eine Gedenkveranstaltung am 8. September 2026 um 18 Uhr in der Citykirche in Mönchengladbach.

Eingeladen sind alle Menschen, die Anteil nehmen möchten. Unabhängig von Glaube, Herkunft oder Lebensgeschichte.

Anschließend wird die Ausstellung „Break the Isolation – Portraits aus dem Abschiebegefängnis“ eröffnet, die dann bis zum 15. September in der Citykirche zu sehen ist.

Wir organisieren Gedenken und Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Citykirche und dem Bündnis für Menschenwürde und Arbeit.

Pressemitteilung: Jahresbericht vorgelegt: NRW sperrt Anti-Folter-Kommission aus!

Düsseldorf, Mönchengladbach, 9.7.2026

Das Völkerrecht garantiert der unabhängigen ‚Nationalen Stelle zur Verhütung von Folter‘ uneingeschränkte Beobachtung von Freiheitsentziehenden Maßnahmen und Besuche in Einrichtungen des Freiheitsentzuges in Deutschland. Im Abschiebegefängnis Büren wurde der ‚Nationalen Stelle‘ nun unrechtmäßig der Zutritt verwehrt, gedeckt durch das NRW Fluchtministerium.

Besonders brisant: In der Vergangenheit hatte die Kommission bereits auf verheerende Missstände in der sog. UfA Büren aufmerksam gemacht (vgl. Bericht 2018). Auch in anderen Abschiebegefäng-nissen wie in Arnstadt, Dresden und am Flughafen BER stellte die Stelle im letzten Jahr eklatante Menschenrechtsverletzungen fest wie den Entzug von Kleidung oder die fehlende Möglichkeit grundlegender Hygiene (vgl. Bericht 2025, 81-84).

„Pressemitteilung: Jahresbericht vorgelegt: NRW sperrt Anti-Folter-Kommission aus!“ weiterlesen

Aufruf zur Kundgebung am 15.7.2026

Abschiebegefängnis: Rechtlich machbar? Menschenrechtlich nicht!

Die Machbarkeitsstudie ist da, die den Neubau eines Abschiebegefängnisses auf dem früheren JHQ-Gelände untersucht.

Die Studie bescheinigt den Plänen rechtliche Machbarkeit, ohne die Menschenrechte und -würde der dort eingesperrten „Ausreisepflichtigen“ überhaupt zu erwähnen. Dabei ist aus bestehenden Abschiebegefängnissen bekannt, dass die Betroffenen dort physische und psychische Gewalt erleben und systematisch ihrer Rechte beraubt werden. Zusätzlich wären sie auf dem JHQ in direkter Nähe zu einem Schießübungsplatz, Drohnenübungsgelände von Zoll bzw. Landespolizei, Militärübungsgelände und Einrichtungen der Bundeswehr inhaftiert.

Wir sagen: NICHT MIT UNS!

Am 15.07. um 14 Uhr versammeln wir uns vor der Textilakademie Mönchengladbach, Rheydter Straße 329 und zeigen die Ausstellung „Break the isolation“, die die Geschichten von Menschen in Abschiebehaft erzählt.

„Aufruf zur Kundgebung am 15.7.2026“ weiterlesen